Nationalparkverwaltung
Berchtesgaden

Steinadler-Monitoring

Aktuelle Flugverbotszonen für Gleitschirmflieger (Stand: 21.03.2013)

In der Übersichtsgrafik sind diejenigen Bereiche grün markiert, in denen Gleitschirm- und Drachenflieger gute Thermikgebiete vorfinden und diese – aus Adlersicht – problemlos nutzen können.

Im Zeitraum 1. März bis zum Ausflug der Jungadler (Ende Juli, Anfang August) werden die sensiblen Brutbereiche (= Horstbereiche) unserer seltenen Steinadler in der gleichen Karte rot markiert. In diesen Bereichen dürfen sie beim Brutgeschäft nicht gestört werden. Um Störungen zu vermeiden, sollten Piloten diese Bereiche im Abstand von mindestens 500 m umfliegen.

Die Übersichtskarte wird stets zeitnah aktualisiert. Wir bitten Euch um Weitergabe der Informationen an die anderen Piloten! Vielen Dank!

Im Namen unserer Steinadler danken wir für die gute Zusammenarbeit und Rücksichtnahme in der Saison 2012 und hoffen auf die gleiche Unterstützung und Rücksichtnahme im Jahr 2013!

Projektbeschreibung

IIm Rahmen eines langfristigen Monitoring-Projekts der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden wird in den Chiemgauer, Berchtesgadener und unmittelbar angrenzenden Salzburger Alpen die Populationsdynamik des Steinadlers (Aquila chrysaetos) dokumentiert. Auf einer Fläche von ca. 3.000 km² werden insgesamt 15 Revierpaare intensiv überwacht. Im Nationalpark selbst findet man auf einer Fläche von 210 km² aktuell 5 Steinadlerreviere.

Ziel des Projekts ist zum einen der Erhalt einer vitalen Steinadler-Teilpopulation sowie die Umsetzung von konkreten Maßnahmen zum Schutz dieses seltenen Greifvogels in Bayern.

Ansprechpartner und Projektdurchführung:

Diplom-Biologe Ulrich Brendel
Diplom-Forstwirt Jochen Grab

Schwerpunkte des Projekts

  • Zeitnahes Auffinden von aktuell besetzten Steinadlerhorsten
  • Erfolgskontrolle der Vereinbarungen mit den Hubschrauberverbänden sowie den Drachen- und Gleitschirmfliegern zur Minimierung von Störungen in sensiblen Bereichen (= Horstumgebung)
  • Dokumentation von Brutverlauf und Bruterfolg
  • Feststellen von Partnerwechseln anhand einer Individualkartei der Adler
  • Dokumentation von räumlichen Veränderungen bezüglich der Revierverteilung
  • Analyse von Beuteresten und Federmaterial zur Identifikation der Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der bayerischen Steinadler-Teilpopulation
  • Durchführung von gezielten Umweltbildungsmaßnahmen (z.B. Führungen) sowie eine intensive Öffentlichkeitsarbeit (Pressemitteilungen, Vorträge usw.)
  • Analyse der Ergebnisse mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems

Weitere Informationen

Landesamts für Umwelt: Artenhilfsprogramm Steinadler

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