Forschungsbericht 12
Geschichte der Salinenwälder von Berchtesgaden
H. Knott, A. Bernhart, M. Feulner
1988
56 Seiten
Download:
Bestellung:
- Vorwort 5
- 1 Einleitung 6
- 2 Grundlagen 8
- 2.1 Die Geschichte Berchtesgadens 8
- 2.2 Die Waldfläche Berchtesgadens 11
- 2.3 Die Forstorganisation 13
- 2.4 Die Salzproduktion 13
- 2.4.1 Das Sudwesen 13
- 2.4.2 Die Salzproduktion 14
- 2.5 Die Salzabgaben 15
- 2.5.1 Die Salzausfuhr 15
- 2.5.2 Der Salzverbrauch im Inland 15
- 2.6 Der Holzbedarf der Salzproduktion 15
- 3 Waldbeschreibungen, Taxationen und Forsteinrichtungen 17
- 3.1 Waldbeschreibungen und Taxationen in den
Berchtesgadener Hoch- und Schwarzwaldungen von 1602-1794 17 - 3.1.1 Die Beschreibung im fürstlichen Stift Berchtesgaden
liegenden Pannwälder 1602 17 - 3.1.2 Die Waldtaxationen von 1740, 1763 und 1781 18
- 3.1.3 Die Waldvisitation der Salinen-Schwarzwaldungen
und der Untertanswaldungen von 1794 18 - 3.2 Wirtschafts- und Forsteinrichtungen von 1819 20
- 3.2.1 Die Taxation und Wirtschaftseinrichtung von 1819-1821 20
- 3.2.2 Die "primitive Forsteinrichtung" von 18855/56 21
- 3.2.2.1 Die Betriebsart 21
- 3.2.2.2 Umtriebszeit und Altersklassenverhältnis 21
- 3.2.2.3 Zuwachs und Ertrag 21
- 3.2.2.4 Der Hiebsatz 21
- 3.2.3 Die Waldstandsrevisionen von 1867 und 1887 22
- 3.2.3.1 Die Revision von 1867 22
- 3.2.3.2 Die Revision von 1887 22
- 3.3 Die Forsteinrichtungen im 20. Jahrhundert 23
- 3.3.1 Die Waldstandsrevision von 1907-1910 23
- 3.1 Waldbeschreibungen und Taxationen in den
- 4 Holzeinschlag, Holzbringung und Holzverbrauch der Salinen 24
- 4.1 Holzkonsumenten in Berchtesgaden 24
- 4.2 Das Salinenbrennholz 26
- 4.2.1 Die Holzansage 26
- 4.2.2 Der Holzeinschlag 27
- 4.2.3 Die Holzlieferung 28
- 4.2.3.1 Die Holzausbringung und das Triftwesen in Berchtesgaden 28
- 4.2.3.2 Die Holzabmessungen auf dem Gries 28
- 4.2.3.3 Holzaushilfe durch Bayern 29
- 4.2.4 Der tatsächliche jährliche Brennholzverbrauch 29
- 4.3 Der Gesamtverbrauch an Salinenholz in Berchtesgaden 30
- 5 Lokalisierung des Holzeinschlags 31
- 5.1 Salinenschläge zur Zeit der Waldbeschreibung von 1602 31
- 5.2 Salinenschläge von 1600 bis zur Taxation von 1819/21 31
- 5.3 Salinenschläge im 19. Jahrhundert 33
- 5.3.1 Holznutzung im "Khinigsseerwald" 33
- 5.3.2 Holznutzung im "Kessel" 33
- 5.3.3 Holznutzung im "Gotzenthal" 35
- 6 Die Bestockungsentwicklung in den Salinenwäldern
aufgrund der salinarischen Nutzung 36- 6.1 Das ursprüngliche Waldbild 36
- 6.1.1 Die Baumarten des Berchtesgadener Landes 36
- 6.1.2 Die natürlichen Waldgesellschaften 36
- 6.1.3 Die Wald- und Forstgeschichte vom Siedlungsbeginn bis 1600 36
- 6.1.4 Waldorte ohne salinarische Nutzung 37
- 6.2 Der anthropogene Einfluß und seine Auswirkungen 39
- 6.2.1 Die Wald- und Forstwirtschaft bis etwa 1800 39
- 6.2.2 Die Forstwirtschaft bis zum Ende des Salinenbetriebes 40
- 6.2.2.1 Die Zeit bis 1855 40
- 6.2.2.2 Die Bewirtschaftungsgrundsätze von 1855/56 40
- 6.2.2.3 Die Zeit nach 1855 41
- 6.3 Die Bestockungsentwicklung 43
- 7 Forstrechte 45
- 7.1 Holzrechte 45
- 7.2 Weiderechte 45
- 7.3 Streunutzung 48
- 7.4 Die schriftlichen Beschreibungen der Forstrechte und Begünstigungen 48
- 8 Jagd 51
- 8.1 Rotwild 51
- 8.2 Gamswild 52
- 8.3 Rehwild 53
- 8.4 Wildschäden 53
- 9 Umrechnungsfaktoren 54
- 10 Literatur-und Qellenverzeichnis 55
- 10.1 Ungedruckte Quellen 55
- 10.2 Literatur 55
Die Oberforstdirektion München bearbeitet als Fachbeitrag zum Nationalparkplan Berchtesgaden einen Waldpflegeplan. Diese Planung beinhaltet eine sehr gründliche Aufnahme der Wälder im Nationalpark. Sie legt allgemein und örtlich fest, wie und wo die Rückentwicklung zu naturnahen Wäldern gefördert wird und wo sie ganz der Natur überlassen bleibt.
Der gegenwärtige Zustand der Wälder wird nur aus der Geschichte der Waldnutzung durch den Menschen verständlich. Im Berchtesgadener Land hat das Salzsieden run~ 700 Jahre lang große Holzmengen verschlungen. Uberall dort, von wo aus Schwerkraft und Wasserwege den Holztransport ins Tal und zur Sudstätte zuließen, sind schon mehrere Waldgenerationen genutzt worden.
Da die Geschichte dieser und anderer Waldungen im Zusammenhang mit der Salzgewinnung sicher von allgemeinerem Interesse ist, erscheint die vorliegende Untersuchung im Rahmen der Forschungsberichte des Nationalparks. Der Verfasser, Hans Knott, hat das Grundgerüst dazu als Diplomarbeit für den Studienabschluß der Forstwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Prof. Dr. R. Plochmann, Lehrstuhl für Forstpolitik und Forstgeschichte, ausgearbeitet. Als Forstrat zur Anstellung schrieb er im Winter 1985/86 im Auftrag der Oberforstdirektion München eine erweiterte Fassung mit der Blickrichtung auf die Fragestellungen im Nationalpark. Hans Knott ist am 2. Juni 1986 bei Geländeaufnahmen für die Forstbetriebsplanung im Forstamt Marquartstein im Rottauer Tal von einem Felsenriff zu Tode gestürzt. Ein durch Können, Fleiß und Hingabe geprägter Beginn einer hoffnungsvollen Laufbahn fand so ein tragisches Ende. Die Veröffentlichung ist seinem Andenken gewidmet.
Dr. A. Bernhart
Oberforstdirektion München

