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Pressemitteilung 03.08.2017

Nach 5.886 Tagen im Dienst: Berchtesgadens Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel übergibt sein Amt an Dr. Roland Baier

Nach gut 16 Jahren war Schluss: Der langjährige Leiter des einzigen Alpen-Nationalparks Deutschlands, der Biologe Dr. Michael Vogel, hatte am 31. Juli 2017 seinen letzten Arbeitstag und verabschiedete sich in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist der promovierte Forstwissenschaftler Dr. Roland Baier, der von 2009 bis 2014 bereits stellvertretender Leiter in Berchtesgaden war. Rund 230 Gäste waren der Einladung der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf am 1. August ins Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ in Berchtesgaden zur feierlichen Amtsübergabe gefolgt.

Der Abschied ist ihm sichtlich schwer gefallen: Zum Festakt anlässlich der Amtsübergabe im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ in Berchtesgaden vor zahlreichen, geladenen Festgästen war Dr. Michael Vogel mit seiner Frau Ingrid, seinem Sohn Christian und weiteren Verwandten gekommen. Am 1. Juli 2001 hatte Dr. Vogel die Leitung des Nationalparks von seinem Vorgänger Dr. Hubert Zierl übernommen. „Meine Arbeit hier habe ich von Beginn an unter das Motto gestellt: Ein Nationalpark für alle“, betont Dr. Vogel, dem es stets ein Anliegen war, ein offenes Ohr für alle am Nationalpark beteiligten Menschen zu haben. Nach 16 Jahren Dienstzeit steht fest: Dieses Vorhaben ist ihm gelungen. In der Umweltbildung war es Dr. Vogel ein stetes Anliegen, zur Schaffung eines neuen Naturverständnisses viel weniger zu „belehren“, als vielmehr die Natur zu „begreifbar“ zu machen. Sein Wunsch nach der Errichtung eines neuen Nationalpark-Hauses wurde mit der Eröffnung des Nationalparkzentrums „Haus der Berge“ im Jahr 2013 Wirklichkeit. Und auch die Forschung hat Dr. Vogel als interdisziplinäres und arbeitsteiliges Netzwerk mit anderen Forschungseinrichtungen im Alpenraum weiter etabliert.

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf würdigte Dr. Vogel in ihrer Festrede als herausragende Persönlichkeit des amtlichen, bayerischen Naturschutzes, die stets mit viel Herzblut, Sachverstand und einer guten Hand die Geschicke des Schutzgebietes geleitet habe. „Dr. Vogel hat die Menschen im Nationalpark und seinem Umfeld immer bei der Stange gehalten“, lobte die Ministerin. Und auch international sei der ehemalige Nationalpark-Leiter hervorragend vernetzt gewesen, sowohl im Netzwerk alpiner Schutzgebiete als auch weltweit. So sei das Zustandekommen der Kooperation mit dem renommierten Yosemite Nationalpark in den USA auch maßgeblich sein Verdienst gewesen. „Und bei all seinem Handeln blieb Dr. Vogel stets den Menschen zugewandt“, unterstrich die Ministerin neben seinen fachlichen auch die menschlichen Qualitäten. 

Dr. Elsa Nickel, langjährige Weggefährtin Vogels und Leiterin der Abteilung Naturschutz und nachhaltige Naturentwicklung im Bundesumweltministerium, bezeichnete die Geschichte des Nationalparks Berchtesgaden als Erfolgsgeschichte. So habe der ehemalige Nationalparkleiter einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung des Schutzgebietes geleistet. „Michael Vogel hat diesen Nationalpark mit Kopf und Herz zum Erfolg geführt“, resümierte der Ehrengast aus Berlin. Auch Landrat Georg Grabner und Guido Plassmann, Direktor des Netzwerks Alpiner Schutzgebiete ALPARC, würdigten den engagierten Einsatz von Dr. Vogel für den Nationalpark Berchtesgaden und hielten einige Anekdoten aus gemeinsamen Sitzungen, Unternehmungen und Veranstaltungen bereit. Eine sehr persönliche Abschiedsrede hielt Johann Hölzl, Vorsitzender des Personalrats der Nationalparkverwaltung. Er unterstrich die Nähe des scheidenden Nationalpark-Leiters zu seinem Personal und lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre.

In seiner Abschiedsrede blickte Dr. Michael Vogel weit in seine Vergangenheit zurück, berichtete anekdotenreich aus seiner Studienzeit und von seinen ersten Gehversuchen als Naturwissenschaftler und Forscher. Sein Dank an seine Familie sowie an zahlreiche Freunde und Weggefährten war durchaus emotional, bevor Dr. Vogel, selbst leidenschaftlicher Skifahrer und Fußballfan, seine Rede mit den Worten beschloss: „Ich habe fertig“.

Doch auch wenn Dr. Vogel ein großes Erbe hinterlässt: Sorgenvoll muss man in Nationalpark Berchtesgaden nicht in die Zukunft blicken, ganz im Gegenteil: Die Nachfolge von Dr. Vogel tritt ein alter Bekannter an: Dr. Roland Baier, promovierter Forstwissenschaftler aus dem Bayerischen Wald, stand dem nun pensionierten Nationalparkleiter bereits von 2009 bis 2014 als Stellvertreter zur Seite und ist gut auf seinen neuen Job vorbereitet: „Die Aufgaben und Herausforderungen im Nationalpark Berchtesgaden sind mir natürlich bestens bekannt“, erklärt der 46-jährige, der vor seiner Rückkehr nach Berchtesgaden als stellvertretender Leiter am Bayerischen Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht in Teisendorf tätig war. „Ich werde in den ersten Wochen und Monaten viele Gespräche mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen, um mich auf den aktuellen Stand bringen zu lassen“, erklärt Baier in seiner Rede zum Amtsantritt. Darüber hinaus sicherte der neue Nationalpark-Leiter seinen Mitarbeitern, Partnern und allen Beteiligten eine transparente und kommunikationsbereite Amtsführung zu. „Ich freue mich sehr, nun auch meine berufliche Erfüllung gefunden zu haben“, erklärte Dr. Baier, und ergänzt: „Ich werde an dieser Position mein Bestes geben und sehe meine Funktion mehr als Gestalter denn als Verwalter.“

 



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Nr.: 42/17 - PDF-Download

 

Weitere Informationen:

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

 

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