• © Nationalpark Berchtesgaden
  • © Nationalpark Berchtesgaden

GLOWA Danube

Ziel des GLOWA-Projekts ist es, das fachübergreifende Modell DANUBIA zu entwickeln und anzuwenden, um die zukünftige nachhaltige Nutzung und den Schutz des Wassers im oberen Donaueinzugsgebiet zu unterstützen.

 

Der Lehrstuhl für Pflanzenökologie, Arbeitsgruppe Ökosysteme, der Universität Bayreuth bearbeitet das Modul Pflanzenökologie. Es untersucht den Einfluss der Vegetation auf die Wasser- und Stickstoffflüsse, die Kohlenstoffbilanz und die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte auf der Ebene von Landschaften und Regionen.

 

Die Wahl fiel dabei auf den Nationalpark Berchtesgaden, weil die hier vorhandene Datendichte die Koppelung von Ergebnissen und Parametern einzelner Messstationen über die Landschaftsebene 1 : 10000 bis hin zu den im Glowa-Danube geforderten Auflösungen von 1 qm ermöglicht. Damit werden die Ebenen Satellitenbilder (Landsat-Daten), Luftbilder (Color-Infrarot) und Messstationen gekoppelt.

 

Bisher hat das Projektteam die Color-Infrarot-Luftbild- Interpretation und die beiden Waldinventuren von 1983/84 sowie 1995/97 genutzt, um den Blattflächenindex zu berechnen und anschließend den Zusammenhang zwischen Blattflächenindex, Bestandesalter und Höhe ü.NN daraus abzuleiten. Schließlich folgte ein Vergleich zwischen diesen sehr konkreten Bodenwerten und den Ergebnissen der Satellitenbildinterpretation. Diese Vorgehensweise ermöglicht, die Satellitenbildinterpretation im Nationalpark zu kalibrieren und auf andere alpine Gebiete zu übertragen.

 

Vergleichbare Arbeiten wurden für die Transpiration von Wäldern entlang von Höhengradienten durchgeführt. Hier wurden drei Messstationen in einem Höhengradienten von Bartholomä über Schapbach bis hin nach Herrenroint in einer Höhe von 630–1700 m im Rahmen des Projekt eingerichtet. Die Auswertungen für diesen Teil werden in diesem Jahr vorgenommen. Arbeit im Nationalpark: Bayreuther Institut für terrestrische Ökosystemforschung.

 

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Projektleitung:

Institut für Geographie, LMU München

 

Projektleiter im Nationalpark Berchtesgaden:

Prof. John Tenhunen

 



nach oben