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Steinadlerleitfaden

Unterstützt durch die Allianz-Stiftung zum Schutz der Umwelt.

 

Obwohl es der Steinadlerpopulation in den Alpen zur Zeit (Stand: 1997) gut geht, ist es vor dem Hintergrund wachsender, durch den Menschen verursachter Störungen in den europäischen Alpen angezeigt, einen handhabbaren Leitfaden zum Schutz des Steinadlers zu entwickeln. Als Endglied der Nahrungskette reagiert er trotz seines vergleichsweise breiten Nahrungsspektrums in besonderem Maße auf Veränderungen seines Lebensraumes und kann deshalb als Indikatorart bezeichnet werden. Dort, wo der Steinadler heute noch günstige Lebensbedingungen vorfindet, sind auch die Lebensbedingungen seiner Beutetiere und damit einer Fülle anderer Tierarten gut. Für den Steinadler "lebenswerte" Bereiche in den Alpen sind somit auch geeignete Lebensräume für eine Vielzahl anderer Tierarten.

 

Aufgrund der Indikatorfunktion des Steinadlers wird durch die Erstellung eines Leitfadens zu seinem Schutz eine integrierte Betrachtung des gesamten Ökosystems ermöglicht. Der Lebensraum ausgewählter Steinadlerpaare im Biosphärenreservat Berchtesgaden wird durch Sichtbeobachtungen und Telemetrie erfasst. Anhand der so über Einzeltiere gewonnenen Informationen wird die Verbreitung des Adlers in Berchtesgaden über Modellrechnungen als Karte zur Lebensraumnutzung dargestellt und durch integrierte Analyse die Habitatansprüche beschrieben. Durch die Überlagerung des Habitatmodells für den Steinadler mit den im Geographischen Informationssystem gespeicherten Verbreitungskarten seiner potentiellen Beutetiere werden Rückschlüsse auf die Gründe einer möglichen Bevorzugung (= "Hot Spots") bestimmter Regionen im Untersuchungsgebiet durch den Steinadler gezogen. Dieses Habitatmodell wird in mehreren Schritten auf den Alpenraum übertragen. Das durch menschliche Nutzung bedingte Konfliktpotential wird dargestellt und die für den Adler besonders kritischen Räume herausgearbeitet. Entsprechend werden sensible Bereiche herausgearbeitet, die für den Steinadler besonders empfindlich sind. Es wird eine "Checkliste" erarbeitet, die zum einen die essentiellen Bedürfnisse des Steinadlers auflistet, zum anderen die unterschiedlichen menschlichen Nutzungen und deren Konfliktpotential aufzeigt. Aus dieser "Checkliste" wird später der Leitfaden zum Schutz des Steinadlers entwickelt.

 

Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt bildet ein umfangreiches Umweltbildungsprogramm. Es werden eine Ausstellung sowie 3 informative Erlebnis-Wanderwege eingerichtet, die den Besucher des Klausbachtals in verschiedene Lebensraumbereiche des Steinadlers führen.

 

Projektleiter:

Werner D'Oleire-Oltmanns

 

Projektbearbeiter und derzeitiger Ansprechpartner im Nationalpark:

Ulrich Brendel

 



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