• © Nationalpark Berchtesgaden
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Singvögel im Nationalpark Berchtesgaden und Vorfeld

Hintergrund / Einleitung

100 verschiedene Vogelarten brüten im Biosphärenreservat und Nationalpark Berchtesgaden, 30 weitere ziehen durch oder überwintern im Gebiet. Das ist das Ergebnis mehrerer Singvogel-Projekte in den Jahren 1988-1996.

 

Methode

Die Bearbeiterin, Dr. Astrid Schuster, hat anhand des Reviergesanges vom Tal bis zu den Felsregionen die Vögel in verschiedenen Lebensräumen gezählt (kartiert). Durch Analyse der Daten unter Benutzung eines Geographischen Informationssystems (GIS) wurde die Verbreitung der 65 Singvogelarten im Nationalpark und Biosphärenreservat festgestellt und flächengetreu als Karten dargestellt.

 

Bisherige Ergebnisse

So entstand der erste lokale Verbreitungsatlas auf GIS-Basis in Europa. Als Forschungsbericht 34 (1996) ist er gedruckt bei der Nationalparkverwaltung zu erhalten. Jede Art wird mit einem Foto und einer Verbreitungskarte vorgestellt. Neben allgemein bekannten Arten wie Buchfink, Kohlmeise oder Alpendohle brüten im Nationalpark auch seltene oder gar vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie der auf Totholz angewiesene Zwerg(fliegen)schnäpper, die Felsenschwalbe, der Schneefink oder der Steinschmätzer.

 

Ziele / Ausblick

Die Forschungen sind als erste Bestandsaufnahme Grundlage für weitere langfristige Beobachtungen (Monitoring) im Nationalpark. Die Bearbeiteren erstellte bereits ein Monitoring-Konzept. Vor dem Hintergrund einer weltweiten Klimaänderung sowie regionaler und lokaler Umweltverschmutzungen und eines fortschreitenden Artenschwundes gewinnt das Monitoring von Tierpopulationen und die Dauerbeobachtung bestimmter Gebiete zunehmend an Bedeutung. Nationalparke, die keiner wirtschaftsbestimmten Nutzung unterliegen und damit weitgehend frei von direkten anthropogenen Einflüssen (wie z.B. Abholzung, Bautätigkeiten, ...) sind, eignen sich besonders gut zur Erfassung von Veränderungen der Biotope, Tier- und Pflanzenbestände.

 

Die Projekte wurden vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen finanziert und vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. getragen.

 

Weitere Informationen



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