• © Nationalpark Berchtesgaden
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Wirbellose Tiere im Wimbachtal und Funtenseegebiet

Projektbeschreibung

In den Jahren 2000 und 2001 wurden im Rahmen von Untersuchungen zur Erforschung der Wirbellosenfauna in den bayerischen Alpen Bodenfallen sowie Malaise- und "Baum"fallen im Wimbachgries im Nationalpark Berchtesgaden ausgebracht. Ziel dieser Kartierungen ist es, Kenntnislücken zur Verbreitung wirbelloser Tierarten im bayerischen Alpenraum zu schließen, da zu Beginn der Untersuchungen nur wenige aktuelle, systematische Aufsammlungen aus den höheren Lagen vorlagen. Das anfallende Tiermaterial soll dabei möglichst vollständig aufbereitet und von Spezialisten bestimmt werden.

 

Insgesamt sind 118 Spinnenarten nachgewiesen worden. Davon waren 34 Spinnenarten auf den Roten Listen Deutschlands und/oder Bayerns sowie 3 Arten, die in Deutschland bisher noch nicht nachgewiesen wurden.

 

Im gleichen Zeitraum wurden insgesamt 27 Laufkäferarten nachgewiesen, darunter 9 Arten, die mit unterschiedlichem Status in den aktuellen Roten Listen für Bayern (Stand 1992) und/oder Deutschland (Stand 1998) aufgeführt sind.

 

Wegen der geringen zu erwartenden Lebensraumveränderungen im Wimbachgries wird eine Wiederholung der Untersuchung im Rahmen der langfristigen Umweltbeobachtung (ÖUB) angestrebt.

 

Das Projekt wurde vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz (Koordination: J. VOITH) im Rahmen der Alpenbiotopkartierung durchgeführt.

 

Der Nationalparkdienst hat die Betreuung der 30 Bodenfallen, 4 Baumfallen und 3 Malaisefallen übernommen.

 

In den Jahren 2004/2005 wurden weitere verschiedene Fallen in der Funtensee-Doline des Nationalparks aufgestellt.

 

Wegen der geringen zu erwartenden Lebensraumveränderungen am Funtensee wird die Untersuchung im Rahmen der langfristigen Umweltbeobachtung wiederholt. Die Vorauswahl der Fallenstandorte erfolgte mithilfe der nationalparkeigenen GIS-Daten. Die Standorte wurden mithilfe des nationalparkeigenen GPS metergenau eingemessen. Die Fallenleerung erfolgt durch den Nationalparkdienst. Die Auswertungen werden der Nationalparkvewaltung zur Verfügung gestellt.

 

Projektleitung:

Johannes Voith, Landesamt für Umweltschutz im Rahmen der Alpenbiokartierung



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