• © Nationalpark Berchtesgaden
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GLORIA

(Global Observation Research Initiative in alpine Environments)

 

Projektbeschreibung

Alle Lebensräume der Erde sind vom Klimawandel betroffen – in vielen Region ist eine rasche atmosphärische Erwärmung zu beobachten. Besonders exponiert sind die Ökosysteme der Hochgebirge, deren Leben und Überleben durch niedrige Temperaturen bestimmt ist. Die Folgen dieser klimatischen Veränderungen – etwa das drohende Aussterben von Gebirgspflanzenarten, die Veränderungen der Habitatstabilität und der Erosionsdynamik – kann nur anhand eines in situ-Langzeitmonitorings dokumentiert werden.

 

Diesem dringlichen Anliegen der internationalen Klimafolgenforschung wird mit dem Projekt GLORIA-EUROPE im 5. Rahmenprogramm der EU-Forschung erstmals Rechnung getragen. Anhand einer am Institut für Ökologie und Naturschutz an der Universität Wien entwickelten, standardisierten Methodik (multi summit-approach) wird ein europaweites Beobachtungsnetzwerk mit Vergleichsgebieten in allen wesentlichen Gebirgen des Kontinents eingerichtet.

 

Mit GLORIAEUROPE wird die Hochgebirgsvegetation als genereller Indikator für die Wirksamkeit des Klimawandels genutzt. Das Netzwerk wird als Frühwarnsystem fungieren, welches

 

  • 1) Langzeitveränderungen der Habitate und der Biodiversitätsmuster bis hin zum drohenden Aussterben von Arten feststellt und
  • 2) realistische Szenarios entwirft, in welchem Ausmaß und in welche Richtung diese Veränderungen erfolgen.

 

Die österreichische Initiative GLORIA wurde erfolgreich im internationalen Forschungsfeld etabliert. Die Erhebungen für die weltweite Perspektive dieses Hochgebirgsmonitoring sind bereits angelaufen, unter anderem im Nationalpark Berchtesgaden. Das Department für Ökologie, Fachgebiet Geobotanik des Wissenschaftszentrums Weihenstephan und die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden haben 2004 am Schlunghorn, 2005 auf der Hochscheibe und 2006 auf dem Graskopf jeweils eine Probestelle errichtet. Die Daten werden in die zentrale botanische Datenbank der Nationalparkverwaltung integriert.

 

Projektleitung:

Prof. Grabherr, Institut für Ökologie und Naturschutz an der Universität Wien

 

Projektdurchführung:

Fachgebiet Geobotanik an der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement der TU München (PD Dr. Clemens Abs, Dr. Thomas Kudernatsch)

 

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