Phänologische Beobachtungen

Die Phänologie befasst sich mit dem im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen. Dabei können sowohl Beobachtungen bei Pflanzen als auch bei Tieren herangezogen werden. Bei den Pflanzen werden die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien (Phasen) beobachtet und festgehalten. Sie stehen in enger Beziehung zur Witterung und zum Klima und eignen sich daher für die verschiedensten Anwendungsgebiete und für vielseitige wissenschaftliche Untersuchungen Es zeichnet sich ab, dass phänologische Daten in Zukunft verstärkt für Trendanalysen zur Klimadiagnostik herangezogen werden, da sich die Eintrittsdaten vieler phänologischer Phasen sehr gut in Beziehung zu Temperatur-Trends setzen lassen. Im Nationalpark Berchtesgaden sind zwei Internationale Phänologische Gärten eingerichtet worden. Sie liegen auf Schapbach und Kühroint. Zusätzlich laufen phänologische Beobachtungen an ca. 30 Stellen im Höhenprofil von dem Bereich oberhalb der Wimbachbrücke über Schapbach bis Kühroint. Das entspricht einer Höhe über NN von ca. 700 bis ca. 1400 m. Dieses Projekt wurde auf Anregung der Nationalparkverwaltung vom Institut für Botanik der Universität Salzburg in den Jahren 1994 bis 1997 initiiert und wird seitdem vom Nationaldienst fortgeführt. Das Wort Phänologie ist dem Griechischen entlehnt und bedeutet in wörtlicher Übersetzung Lehre von den Erscheinungen.

 

Ansprechpartner:

Annette Lotz

 

Projektbearbeitung:

Nationalparkdienst

 



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