• Gotzenalm - © Nationalpark Berchtesgaden
  • Steinböcke - © Nationalpark Berchtesgaden
  • Rastplatz - © Nationalpark Berchtesgaden
  • Wintergipfel - © Nationalpark Berchtesgaden
  • Gämse - © Nationalpark Berchtesgaden
  • Schneefläche - © Nationalpark Berchtesgaden
  • Alpenbockkäfer - © Piclease
  • Frost auf Baumrinde - ©  Piclease
  • Steinadler - © Piclease
  • Gämsen im Winterkleid - © Piclease

Der Nationalpark Berchtesgaden

Hoch, wild und schön – »König« Watzmann (2.713 m) thront über dem Berchtesgadener Land und blickt stolz hinab auf sein Reich: den Nationalpark Berchtesgaden. Hohe Berge, tiefe Täler und kristallklare Gebirgsflüsse kennzeichnen das Schutzgebiet direkt an der Grenze zu Österreich. Natur Natur sein lassen – so lautet das Motto im einzigen Alpen-Nationalpark Deutschlands. Die Aufgaben des im Jahr 1978 gegründeten Schutzgebiets sind vielfältig:

 

verrotteter Baumstamm vor Watzmannstock

 

Hauptaufgabe des 210 km² großen Nationalparks ist es, die Natur sich selbst zu überlassen. In der Kernzone wird daher auf menschliche Eingriffe verzichtet.

 

Hier können natürliche Entwicklungen ungehindert ablaufen. So dürfen zum Beispiel Wälder altern, zusammenbrechen und sich von selbst wieder verjüngen. In der Pflegezone werden traditionelle Nutzungen wie Almwirtschaft sowie die Schifffahrt und Fischerei am Königssee betrieben. Gezielte Pflanzungen von Buche und Tanne fördern dort außerdem die Entwicklung von Fichtenwäldern hin zu naturnahen Bergmischwäldern.

 

 

Ranger und Besucher begutachten die Pflanzenwelt auf der Gotzenalm

 

»Nur was man kennt, das schätzt und schützt man«. Getreu diesem Motto bietet das Team des Nationalparks interessierten Besuchern vielseitige Programme und weiht Sie gerne in die Geheimnisse von Gams, Murmeltier und Co. ein. Die Bildungsarbeit im Nationalpark Berchtesgaden zielt darauf ab, den Nationalparkgedanken zu vermitteln, natürliche Zusammen­hänge mit allen Sinnen begreifbar zu machen, Begeisterung für die Natur zu wecken und umweltbewusstes Handeln sowie nachhaltige Lebensstile zu fördern.

 

 

Forscher überprüft Baumbestände im Gelände

 

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf alpine Öko­systeme? Von welchen Beutetieren ernährt sich der Steinadler? Und wie verjüngen sich Fichtenbestände nach Borkenkäferbefall? Die Forschung im Nationalpark trägt dazu bei, Vorgänge in der Natur besser zu verstehen. Aus den Erkenntnissen lassen sich auch Hinweise für einen besseren Schutz von Arten, Lebensräumen und natürlichen Prozessen sowie eine naturverträglichere Nutzung von Landschaften außerhalb von Schutzgebieten ableiten. Damit wirkt der Nationalpark Berchtesgaden weit über seine Grenzen hinaus.

 

 

Wanderer auf steinigem Weg im Wimbachtal

 

Rund 1,5 Millionen Gäste pro Jahr besuchen den Nationalpark Berchtesgaden. Ein Netz von insgesamt 260 km Wanderwegen und alpinen Steigen erschließt das Gebiet: Von barrierefreien Wanderungen bis hin zu Klettersteigen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Zahlreiche im Sommer bewirtschaftete Almen laden zur Rast ein und Berghütten bieten Unterkünfte für mehrtägige Unternehmungen im Nationalpark.

 

 

Die Kern- und Pflegezone des Nationalparks Berchtesgaden in einer Grafik

 

Eine herausfordernde Aufgabe des Nationalparks ist es, unterschiedliche Nutzungsinteressen mit den Schutzzielen in Einklang zu bringen. Dieses ehrgeizige Ziel ist meist nicht gleichzeitig und nicht immer auf den gleichen Flächen umsetzbar. Daher wurde der Nationalpark räumlich in zwei Zonen eingeteilt: die Kern- und die Pflegezone.

 

Den größten Teil des Nationalparks nimmt die Kernzone ein. Hier hat der Schutz der Natur in ihren natürlichen Abläufen höchste Priorität, ganz nach dem Motto: »Natur Natur sein lassen« In der Pflegezone befinden sich die Kulturlandschaften, wo menschliche Nutzung teilweise heute noch ausgeübt wird. Die Nationalparkverwaltung erforscht in beiden Zonen die charakteristischen Eigenheiten und Entwicklungen.

 

 

 

Lage:

im Südosten Bayerns an der Grenze zu Österreich

 

Gründungsdatum:

1. August 1978

 

Fläche:

210 km²

 

Landschaftsform:

  • Hochgebirge
  • Höhenamplitude von 2.110 m (Königssee 603 m ü.NN, Watzmann 2.713 m ü.NN)

 

Ziele:

  • Schutz der gesamten Natur
  • Forschung
  • Umweltbildung
  • Erholung

 

Mitarbeitende:

ca. 95

 

IUCN-Kategorie:

II (siehe PDF-Datei des BfN: IUCN-Managementkategorien)

 

Anteil der Kernzone an der Gesamtfläche:

66,6 %

 

Anteil der permanenten Pflegezone an der Gesamtfläche:

23,5 %

 

Anteil der temporären Pflegezone an der Gesamtfläche:

9,9 %

 

Nationalparkzentrum »Haus der Berge«:

Zur Internetseite www.haus-der-berge.bayern.de

 

Besonderheit:

Der Nationalpark Berchtesgaden ist Kern- und Pflegezone der
Biosphärenregion Berchtesgadener Land

 

Was Sie bei Ihrem Aufenthalt im Nationalpark beachten sollten

In einem Nationalpark ist der Schutz der Natur das oberste Ziel. Um dieses Ziel erreichen zu können, benötigen wir Ihre Mithilfe und bitten Sie, Folgendes im Nationalpark nicht zu tun:

 

10 Zeichnungen der Dinge, die man bitte im Nationalpark nicht tun sollte: Mann wirft Müll weg, hört Radio, zeltet, lässt Hund springen, läuft hinter Gams her, biwakiert, macht Lagerfeuer, geht Wegabkürzungen, pflückt Blumen, Radfahrer scheucht Wanderer.

 

Drohnenverbot:

Der Einsatz von Drohnen im Nationalpark Berchtesgaden ist untersagt!

 

Zonierung Nationalpark Berchtesgaden


nach oben