• © Nationalpark Berchtesgaden
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Pressemitteilung 12.05.2015

Nationalpark-Wanderführer bilden sich fort

Von Bienen, Blumen und Brachvögeln zur Biodiversität

Bildungsprogramme im Nationalpark Berchtesgaden stehen für Qualität und durchdachte pädagogische Konzepte. Um den regionalen Wanderführern stets aktuelle Informationen zukommen zu lassen und neue Themen anzuregen, bietet das Sachgebiet Umweltbildung der Nationalparkverwaltung regelmäßig Fortbildungen an. Unter dem Motto „Biodiversität – Vielfalt des Lebens“ nutzten rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die viertägige Wanderführerfortbildung, um an Seminaren, praktischen Workshops und Exkursionen in und außerhalb des Nationalparks teilzunehmen.

Den Auftakt zum viertägigen Seminar machte Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ mit der Vorstellung der Bayerischen Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Dabei spielen die bayerischen Schutzgebiete eine bedeutende Rolle: „Der Nationalpark Berchtesgaden ist mit seinen vielseitigen Lebensräumen Heimat für unzählige Tier- und Pflanzenarten und trägt damit maßgebend zur Artenvielfalt bei“, betonte der Nationalparkleiter. Im Anschluss zeigte Dr. Wolfgang Scherzinger, Zoologe an der Universität Salzburg, wie durch zwischenartliche Wechselwirkungen aus einer Ansammlung von Einzelarten Artengemeinschaften entstehen. Dr. Bettina Burkart-Aicher von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen stellte das Projekt „Almen aktivieren“ vor. In diesem grenzübergreifenden Projekt werden Almflächen im Land Salzburg und Bayern durch traditionelle Almbewirtschaftung wieder zukunftssicher und artenreich. Zum Abschluss des ersten Fortbildungstages stellten Nationalpark-Mitarbeiter Jochen Grab und Ranger Josef Pfnür den Habicht, Vogel des Jahres 2015, vor.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Roman Türk, Universität Salzburg, ging es tags darauf ins Klausbachtal. Hier lernten die Teilnehmer die verschiedenen Flechtenarten des Nationalparks sowie deren Vorkommen und Gefährdung kennen. Prof. Dr. Bernhard Zimmer erklärte auf dem neu errichteten „Pidinger Bienenweg“ am Johannishögl, wie wichtig eine große Strukturvielfalt für Wild- und Honigbienen ist. Im Vogelschutzgebiet Haarmoos im Norden des Landkreises Berchtesgadener Landes hatten die Wanderführer später die Gelegenheit, den seltenen Großen Brachvogel zu beobachten. Vor Ort stellte Hannes Kraus von der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) außerdem Pflegemaßnahmen und Projekte zur Arterhaltung im größten Wiesenbrütergebiet Südostbayerns vor. Am letzten Fortbildungstag erarbeiteten die Teilnehmer im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ unter Leitung der Nationalpark-Mitarbeiterinnen Julia Herzog und Eva Dinter, welche Bedeutung der Mensch für den Erhalt der Biodiversität hat und wie Artenvielfalt in der Praxis vermittelt werden kann.

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Bildnachweis (Credit: Nationalparkverwaltung): Bienenweg_Wanderführer.jpg

Prof. Dr. Bernhard Zimmer (r.) aus Piding erklärt den Wanderführern aus dem Nationalpark Berchtesgaden auf dem neu eröffneten „Pidinger Bienenweg“, wie wichtig Bienen für die heimische Nahrungsmittel-Produktion sind. Was viele Wanderführer nicht wussten: Nach Schwein und Rind ist die Biene das drittwichtigste Nutztier Deutschlands. Organisiert wurde die Wanderführer-Fortbildung von Nationalpark-Sachgebietsleiterin Andrea Heiß (2.v.r.)

Bildnachweis (Credit: Nationalparkverwaltung): Flechten.jpg

Blick für´s Detail: Prof. Dr. Roman Türk (vorne) aus Salzburg öffnet den Teilnehmern der Wanderführer-Fortbildung des Nationalparks Berchtesgaden die Augen für die faszinierende Welt der Flechten im Klausbachtal.




Download Pressemitteilung:

Nr.: 17/15 - PDF-Download

 

Weitere Informationen:

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

 

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