• © Nationalpark Berchtesgaden
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Pressemitteilung 13.03.2018

Es wird wärmer und feuchter im Nationalpark Berchtesgaden

Volles Haus bei der vorletzten Veranstaltung der traditionellen Winter-Vortragsreihe des Nationalparks Berchtesgaden im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“: Klimaforschung interessiert! Vor rund 80 Besuchern referierte Prof. Dr. Harald Kunstmann, stellvertretender Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch Partenkirchen, unter dem Titel: „Wärmer, feuchter, stürmischer“ über die Klimaforschung im Nationalpark Berchtesgaden.

 

Der Klimawandel ist nicht vor der Hand zu weisen: So stieg die Temperatur in den letzten zehn Jahren global im Mittel um zwar „nur“ 0,39 Grad Celsius, doch gibt es geographische Bereiche wie beispielsweise die Alpen, wo eine stärkere Steigerung zu erwarten ist. Ein Beispiel ist die Kühroint-Alm auf 1.420 Metern Höhe im Nationalpark Berchtesgaden. Hier stieg die gemessene Temperatur auf über 2,3 Grad Celsius, am Blaueis-Gletscher im Hochkalter-Massiv auf 1.920 Metern Höhe waren es sogar 3,7 Grad Celsius im Zehnjahresmittel. Grund für dieses Phänomen ist der weltweit steigende Ausstoß von Kohlenstoffdioxid und Methan. Das Jahr 2017 wird als das drittwärmste Jahr in die Geschichte der Klimaforschung eingehen. In der Folge wird es bei weiter steigenden Emissionen zu jahreszeitlich unterschiedlichen Temperaturentwicklungen kommen. Frühjahr und Winter werden nach Aussage des Experten in Zukunft wärmer und deutlich feuchter sein als die Jahreszeiten Sommer und Herbst. Wärmer bedeutet in diesem Fall, dass Luftmassen mehr Feuchtigkeit aufnehmen können, die dann mit hoher Energie transportiert und somit Einfluss auf die Atmosphäre nehmen werden. Stürme mit starken Niederschlägen könnten daraus resultierende Veränderungen sein.

 

Insgesamt 14 automatische Klima-Messstationen verteilen sich auf der Fläche des Nationalparks, der sich wegen seiner Infrastruktur und weitgehend unbeeinträchtigt von anthropogenen Einflüssen hervorragend als Klimaobservatorium eignet. Langjährige Messreihen aus der Region rund um Watzmann und Königssee liefern wertvolle Daten und ermöglichen ständig genauer werdende Prognosen. Bis zum Jahr 2100 könnten die Temperaturen um fünf bis sechs Grad Celsius steigen. „Wir werden in Temperaturbereiche vordringen, die es zuvor noch nie gegeben hat“, prognostiziert Prof. Kunstmann, der seit vielen Jahren im Nationalpark Berchtesgaden forscht. In 30 Jahren wird die Schneebedeckung in Berchtesgaden zwei bis drei Wochen kürzer ausfallen, besonders betroffen sind nach Aussage des Experten die Höhenlagen zwischen 800 und 1.200 Metern.

 

 



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Nr.: 14/18 - PDF-Download

 

Weitere Informationen:

Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Stabsstelle Kommunikation
Carolin Scheiter
Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden

Telefon: +49 8652 9686-130
Telefax: +49 8652 9686-40
pressestelle@npv-bgd.bayern.de
www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

 

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