• © Nationalpark Berchtesgaden
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Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigkeitsziele

Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Ressourcenknappheit – Schlagwörter, die bereits seit Jahrzehnten weltweit im Umlauf sind. Seitdem der »Club of Rome« sie 1972 in seinem Bericht »Die Grenzen des Wachstums« klar als die großen bevorstehenden Probleme der Menschheit definiert hat, wird ebenso hart wie leidenschaftlich und weltweit vielfältig über sie diskutiert.

 

» Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten. «

Ban-Ki Moon, UN-Generalsekretär von 2007 bis 2016

 

Dieses Zitat beschreibt nicht nur den allgemein bekannten Zustand unseres Planeten, vielmehr nennt es auch das Aufgabenpaket, das vor uns liegt. Allerdings hat auch jeder, der sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt schon erfahren, wie schnell die eigene gute Absicht an Grenzen kommen kann.

 

 

Die Agenda 2030 – ein Weltaktionsprogramm der Vereinten Nationen

Seit 2015 gibt es nun die Chance, einen einheitlichen Maßstab zu etablieren. Entlang der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) soll ein weltweiter Transformationsprozess hin zu einem einheitlichen, sichtbaren und auch messbaren nachhaltigen Handeln geschaffen werden. 169 Unterziele regeln die Details. Von A wie Artenschutz über K wie Konsum bis Z wie Zusammenarbeit ist alles dabei, was relevant ist. Das Weltaktionsprogramm Agenda 2030 ist das globale Leitbild, wurde von allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen unterschrieben und ist damit der Weltzukunftsvertrag. Im vierten Jahr nach der Einführung ist die Umsetzung in vollem Gange und vielerorts spürbar.

 

 

Ausgleich ist das Ziel, nicht reines Wachstum

Übergeordnet geht es um eine Weiterentwicklung sämtlicher Volkswirtschaften hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Klimapolitik, Armutsbekämpfung, erneuerbare Energiequellen, weniger Emissionen, Kreislaufwirtschaften und ein gelebter nachhaltiger Konsum sind dabei die benannten Eckpunkte. Dabei fällt natürlich auf, dass die Länder der Erde an unterschiedlichen Stellen stehen, doch genau hier startet der Ansatz zum Ausgleich. Mit ihrem starken Engagement will die Bundesregierung bereits heute ein hohes Maß an Verantwortung übernehmen und versteht sich als Vorreiter in dieser globalen Partnerschaft.

 

 

Nationalpark und Biosphärenregion haben einen klaren Auftrag

Künftig wird der Nationalpark noch umfangreicher als bisher den Vorgaben der IUCN und des Lima-Protokolls nachkommen. Der Weg ist, uns gemeinsam mit der Bevölkerung hin zu Modellregionen mit Vorbildcharakter zu entwickeln. Alle sind gefragt, bei der Umsetzung mitzuwirken. Die nächsten Ziele: Einführung eines eigenen Umweltmanagementsystems in der Nationalparkverwaltung und eine wertschöpfende, transparente »Partner-Initiative«, die sich an den Leitlinien der Agenda 2030 orientiert.

 

Übersicht SDG-Logos

 

 

 

Partner-Initiative

In 28 Nationalparken und Biosphärenregionen in Deutschland sind »Partner-Initiativen« schon erfolgreiche Realität. Nun laufen auch beim Nationalpark Berchtesgaden in Zusammenarbeit mit der Biosphärenregion Berchtesgadener Land die vorbereitenden Planungen für den Aufbau eines Partnernetzwerkes. Dabei im Fokus: Nachhaltiges Handeln sichtbar machen!

 

Die Auszeichnung »Partner der Nationalen Naturlandschaften« von Europarc Deutschland e. V. steht für Kooperationsprogramme zwischen Schutzgebieten und regional ansässigen Organisationen, Betrieben, Organisationen, Vereinen, Verbänden oder Einrichtungen. Diese »Partner-Initiativen« verbinden ein gästeorientiertes Naturerlebnis mit hohem Qualitätsanspruch und tragen zugleich dem Schutz der Natur Rechnung. Im Projekt wird zunächst ermittelt, welche Leistungen potentielle Partner bereits erbringen. In einem zweiten Schritt werden die Stärken weiter gestärkt und gemeinsam mit den Partnern auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene zertifiziert. Das Ziel: Einen wertschöpfenden, transparenten Kreislauf mit Mehrwert zwischen gleichberechtigten Partnern schaffen. Er soll zum Mitmachen und Mitgestalten anregen, Ausstrahlung besitzen und messbar sein.

 

In den kommenden Jahren soll so für den Nationalpark Berchtesgaden zusammen mit der Biosphärenregion, für Partner, Einheimische und Gäste fühl- und sichtbar sein, dass hier eine Initiative unternommen wird, die auf einer WERTschöpfenden und vertrauensvollen Gegenseitigkeit beruht.

 

 

Ansprechpartner

 

Oliver Pohl

Stabsstelle Kommunikation
Partner-Initiative und EMAS

Doktorberg 6

83471 Berchtesgaden

 

Telefon: +49 8652 9686-117

Telefax: +49 8652 9686-40

oliver.pohl[a]npv-bgd.bayern.de

 

17 Nachhaltigkeitsziele

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